Archive des Autors: anjikogu

Ein Lebenszeichen!

Hallo ihr lieben!

Ich lebe noch! Hoffentlich ihr auch?
Geniesst ihr das Leben? Hattet ihr einen guten Sommer?
Meiner war sehr Arbeitsreich, weshalb ich auch ewig nicht gebloggt habe.

Also mal ein kurzer Flashback bezüglich mein aktuelles Leben:
Nach der Fashion Week im April kam meine beste Freundin aus Hamburg nach Japan und mit ihr habe ich Tokyo und Kansai unsicher gemacht.

Wir haben gegessen, sightseeing durchgezogen und in Kyoto hatte ich meine Kimonos mit und habe sie angekleidet, ausserdem waren wir noch im FujiQ Highland mit den krassesten Achterbahnen.. (Wenn Interesse besteht soll ich mal bloggen?) Hatte mir den Besuch im Funpark extra Jahrelang aufgespart bis meine Freundin kommt.

Danach habe ich an meinen eingen Designs und an dem Verkauf von Kimono gearbeitet und war in meiner Freizeit Fashion mässig auf Events und mit Freunden unterwegs.

Seit Anfang Juli habe ich dann noch nebenbei bei einem berühmten Deutschen Sportartikelhersteller angefangen (hust) – im Flagship store in Harajuku. Dadurch habe ich natürlich noch weniger Zeit (die Schichten sind krass! Morgens früh aus dem Haus und kurz vor Mitternacht wieder zu Hause…!) und wenn dann bin ich mit meinem eigenen Biz beschäftigt (Shopping Service nun seit 4 Jahren und halt mein Shop) oder treffe meine Freunde.

Somit hatte ich auch fast keinen Sommer. Wollte doch ans Meer und auf Matsuri aber keine Chance. Immerhin trage ich jetzt mehr und mehr Kimono in meiner Freizeit mit meiner Freundin und es hat sich zu einer regelrechten Sucht entwickelt. Haha. Es macht wirklich irre Spaß!!

Nächsten Monat steht neben Arbeit wieder die Tokyo Fashion Week an für die ich hoffentlich den Fashion Blogger Pass bekomme.
Alle Reports werden dann auf meinem SALZ Tokyo blog und auf YouTube wahrscheinlich eröffnet..
Es wird also nicht weniger stressig.

Aber mir geht es gut. In Bewegung zu sein und langsam zu sehen wie die eigenen Mühen Früchte tragen ist toll. Man fühlt sich lebendig. Auch wenn es weiterhin schwierig ist sich die eigenen Brötchen zu verdienen gebe ich nicht auf. Ich schaffe das! Und ich werde mein Leben geniessen!

Das nur mal als Blog Eintrag ohne Fotos. Hoffentlich annehmbar. Das visuelle dauert eigentlich am längsten.
Falls ihr Lust habt poste ich mal ein paar Fotos von diesem Rückblick – interessiert ihr euch auch für Kimonos? Ich würde gern darüber auch mal schreiben..

Gute Nacht ihr lieben, habt ein schönes Wochenende!
Anji

PS: Am einfachsten könnt ihr immernoch sehen was ich mache auf Instagram @salztokyo

Knotfest Japan 2014

Hallo ihr lieben,

da ich immer noch nicht die Muße hatte durch all meine Urlaubsfotos von den USA etc. zu gehen (ich bin so schlecht!) poste ich jetzt munter weiter aus Japan von letzteren Ereignissen..

Wer mich gut kennt, weiss dass ich seit meinen jungen Jahren eine Liebe zur Metal- und Rockmusik hege. Die Phase mit Japanischem Rock habe ich schon durch (ausser Dir en grey, die sind gut!) also klebe ich noch an all den amerikanischen Bands die schon seit Ewigkeiten harte/härtere Musik machen.
Und da haben wir schon ein neues Problem am in Japan leben gefunden: Fast nie kommen gute Bands mal nach Japan!!! Nein, alle touren sie schön in den USA und Europa und meinereiner verkümmert hier im Sumpf der Freundlichkeiten.

Aber!! Slipknot hatte Mitleid und hat ihr neues Festival genannt “Knotfest” aus den USA nach Japan geholt (das erste Knotfest ausserhalb USA) und mich damit zu einem sehr glücklichen Menschen gemacht. Hehe.

Knotfest Japan lineup

Vor einem halben Jahr habe ich mir also sündhaft teure Tickets geholt (in diesem Fall ¥30.000 = $280) und am 15.& 16.November habe ich mich auf zum Nonstop Konzertspaß über 2 Tage gemacht. Als Location wurde Makuhari Messe in Chiba ausgewählt.

Tag 1 also:
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Makeup:
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Der Merchandise Stand war komplett unerreichbar den ganzen Tag über..
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Ich war noch auf keinem Festival in Japan und war aus mehreren Gründen nervös:
Zum einen sind Konzerte in Japan immer scheisse (man darf keine Fotos machen und nicht moshen und blabla), die Leute uncool und dieses war in einer Halle und ich wusste nicht ob man frei rumlaufen und was essen kann..
Um so angenehmer war die Überraschung! Total geiles Festival mit Buden und man konnte rein und raus und drinnen gab es 2 Bühnen auf denen abwechselnd gespielt wurde.

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Es gab sogar einen überteuerten Fotoautomaten!
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Ich habe mir Crossfaith, Papa Roach, Lamb of God und ein bisschen von den anderen angeschaut bevor es zu meinem Highlight Limp Bizkit kam!
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Ziemlich weit vorn hinter dem ersten Wellenbrecher standen wir und wurden fast zerquetscht. Die ersten 2 Songs waren wirklich die Hölle!! Meine Freunde habe ich sofort in der Menge der Qualen verloren (obwohl sie direkt hinter mir standen..) aber später hab ich eine relativ “bequeme” Position gefunden und konnte das Konzert geniessen.
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Hier ein Video was ich geschossen habe:

Es war einfach der pure Wahnsinn! Und dann habe ich mich noch mit einem Mädel, was direkt neben mir stand, angefreundet.

Nach Limp Bizkit sollte dann gleich Slipknot auf der Bühne nebenan starten. Da wollte ich natürlich auch ganz vorn mit dabei sein und hab mich in eine der ersten Reihen gedrängt.

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Auch bei Slipknot bin ich da vorne fast krepiert. Es war ein knochenbrechendes Gedrücke und gemoshe..
(Mich hat letztens jemand gefragt was ein Moshpit und moshen bedeutet! (Really?) Also erklär ich das mal kurz: Moshen ist ein tanzen, bei dem man um sich schubst und vielleicht auch schlägt. Das ist eher etwas heftig, aber sobald jemand fällt etc. wird man sofort von anderen hochgeholfen. Oft entstehen “Circle Pits” in der Menge, wo eine kreisförmige Fläche in der Menge frei gemacht wird und sobald eine harte/schnelle Stelle im Lied kommt alle in den Ring springen und im kreis rennen und schubsen. Die härteste Erfahrung währe dann die “Wall of death” bei dem sich die Menge in der Mitte teilt (wie das Wasser bei Moses) und beide Seite geradezu ineinander laufen. Da mache ich aber nicht mit.)

Also bei Slipknot geht es gewöhnlich auch immer ganz deftig zu, aber auch hier war es gut auszuhalten nach den ersten 3 Liedern.

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Da man aber kein Wasser mit in den live Bereich nehmen durfte, war ich gegen Mitte der Show schon ziemlich am Ende meiner Kräfte, sodass ich ein wenig raus aus dem argsten an den Rand gegangen bin.
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Und dann war er auch schon vorbei, der erste Tag. Slipknot war auch der Hammer und ich war so vollgepumpt mit Glücksgefühlen.
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Auf dem Rückweg ist mir aufgefallen, dass der Merch Stand total leer war und somit bin ich “nur mal gucken” gegangen und dann mit einem Slipknot Pullover nach Hause gefahren. (War ja auch kalt und ich klatschnass geschwitzt.)
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Tag 2
Der Tag an dem noch ein wenig härtere Bands spielen sollten, bin ich noch eine Stufe dunkler gestylt und mit meinem neuen Pullover losgezogen.
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Ich hatte mich mit dem Mädel was ich bei Limp Bizkit kennen gelernt hatte verabredet und so haben wir ab Mittag schon mit ein paar Drinks angefangen.
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Und los ging ein weiterer perfekter Tag beim Knotfest.
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Ich glaube an dem Tag habe ich Five Finger Death Punch, Trivium und so gesehen bevor wir uns sehr früh für Korn angestellt haben. Leider war da kaum was zu machen (wir wollten in die erste Reihe) also blieb ich in der vielleicht 10ten Rheie.

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Was soll ich sagen. Bei Korn war es schlimmer als bei den anderen Konzerten am Vortag. Ich konnte während des Konzertes sogut wie keine Fotos und Videos machen (Ausser bei ruhigeren Songs). Es war einfach zu heftig. Aber ein supertolles Konzert, ich habe Korn wirklich vermisst (8 Jahre ist es her).

Danach ging es dann gleich mit Slipknot auf der anderen Seite weiter, aber da liess ich es etwas langsamer angehen. (Außerdem habe ich einen Weg gefunden eine Flasche Wasser reinzuschmuggeln, was mir das Leben beim Korn Konzert gerettet hat. Ohne wäre wirklich nicht gegangen!)
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Als alles vorbei war und ich nach Hause musste, habe ich erst einmal geheult. Dieses Festival war eines meiner besten Momente in Japan seit langem. 2 Tage voller guter Musik, lockere und tolle Leute aus Japan und Übersee – so ein Kontrast zum Alltag. Endlich unter Leute mit gleichem Geschmack und Lebensstil, sich verstanden fühlen, eins sein!
Auf dem Nachhauseweg wurde die Bahn, die zuvor mit vertrauten Gesichtern und viel schwarzer Kleidung gefüllt immer leerer. Beim Umsteigen mischten sich Anzugträger und Disney-Fanatiker immer mehr in die Masse, bis ich am Ende wieder allein zwischen all den Ja-Sagern im Zug saß.
Aber ein Trost ist, dass all die Leute da draussen unter die Massen gemischt wurden mit ähnlichen Gefühlen.

Eines Tages werden wir uns wieder vereinen.
Sei es beim Ozzfest oder nächsten Knotfest!

Immerhin habe ich mir ein paar Erinnerungen mitgenommen.
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Nach 2 Wochen auch noch sichtbar:
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PS.: Hier noch ein paar professionelle Fotos:
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Danke an Slipknot und das Knotfest Team, für dieses unvergessliche Ergebnis.