Fest

Tokyo Fashion Week 2015

Einer der Hauptgründe warum ich in letzter Zeit nur Unterwegs war und kaum Zeit hatte hier zu bloggen, war die Tokyo Fashion Week!

Und zwar habe ich Einladungen für einige Runway Shows von Designern bekommen und bin also täglich in die City gedüst um dabei zu sein und alles zu dokumentieren.

Ich habe ausführlich bereits auf meinem SALZ Tokyo Blog (in Englisch und Japanisch) berichtet und auch kräftig “gevloggt” aka ein Video Tagebuch geführt und es auf meinem YouTube channel hochgeladen – deshalb reisse ich das Thema hier nur kurz an. (Wer also Lust hat kann gern alles auf salz-tokyo.com nachlesen.)

Jeden Tag habe ich mein Outfit/Stil auf den jeweiligen Designer ein wenig abgestimmt.
Am ersten Tag für YUMA KOSHINO eher weiblich und weich:

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DSC05441PS: Der Rock ist mein eigenes Design und Eigenherstellung..

Fast alles fand im neuen Superkomplex Hikarie in Shibuya statt. Der Ausblick war schon nicht so schlecht.
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Die erste Runway show konnte ich aus 2. Rheie begutachten.
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Am nächsten Tag zeigte der Kimono Designer JOTARO SAITO seine wundervollen Kreationen (und ich saß direkt vorn neben dem Platz wo posiert wird. Wawawawaaaa!!!)
Für diesen Tag hatte ich mich natürlich in einen Kimono geworfen:

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Tokyo Fashion Week AW15

Die Show war einfach der Wahnsinn! Einfach alles war perfekt – die Models sind langsam gelaufen und man konnte die ganzen Details sehen.
Tokyo Fashion Week AW15

Tokyo Fashion Week AW15

Tokyo Fashion Week AW15

Tokyo Fashion Week AW15

Tokyo Fashion Week AW15

Am Vorletzten Tag für mich auf der Fashion Week konnte ich zu HOUSE OF HOLLAND!
Ich war auch hier total irre aufgeregt und konnte wieder aus der 1. Rheie geniessen wie die 2 Meter Models in ihren High-Heel-Latex-Boots an mir vorbeigestampft sind! Nur geil!!
Mein Stil an dem Tag war eher Goth, hatte mir auch letztens mal wieder eine weisse Kontaktlinse geholt. (Hatte ich schonmal vor zig Jahren als ich noch in Deutschland lebte..)
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Ach House of Holland war einfach Killer!

Nach der Show habe ich fast halb Harajuku (bzw. die bekannten Gesichter aus der Harajuku Fashion Szene) getroffen.
Und ich hatte endlich mal die Chance mit Mademoiselle Yulia ein Foto zu machen.
(Wer sie nicht kennt, sie ist ein mittlerweile international gefragter DJ, Sänger und Model)
Mademoiselle Yulia & Anji Salz

Dann hatte ich noch einen Tag, aber das war nur eine kleine Show und nicht ganz so mein Geschmack. Ausserdem war ich schon irre kaputt.
Hab mir immer gedacht “Ist ja lachhaft was diese Fashion Blogger da so machen, bisschen hier und da ne Show gucken und drüber berichten..” Aber es ist ganz schön kraftraubend. Ich hatte kaum Shows aber trotzdem – nach Hause, Fotos durchsehen, bloggen (in meinem Fall auch Video schneiden und hochladen) Promo..
Ich war schon nach 2 Tagen durch. LOL!

Zwei Tage später hatte ich eine Einladung bzw. ein kostenloses Ticket für Akasaka Odori (赤坂をどり – traditioneller japanischer Tanz) bekommen und ging mit meiner Freundin dort hin.
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Das Theater war riesig aber wir hatten Premium Sitze ganz weit vorn im Mittelblock!
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Leider sind wie immer keine Fotos erlaubt, deshalb hier mal ein Foto von deren Seite. So sieht das dann ungefähr aus.
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Nur halt tausend mal schöner und mit wechselnder Kulisse und Darstellern. Das ganze ist eine Story oder eine Reise durch Jahreszeiten.

Eine echte Maiko war auch unter den Gästen anwesend. In der Pause habe ich einmal ganz lieb gefragt ob ich ein Foto machen dürfe und man hat wiederstrebend eingewilligt. Hihi.
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Nach der Show sind die Tänzerinnen auch ganz locker in der Lobby herumgelaufen, haben Gäste gegrüsst, Fotos gemacht und ganz unverblümt versucht uns Merchandise anzudrehen. Haha! Wir mussten echt lachen weil die so frech und pushy waren, was man in Japan so gar nicht kennt. Einfach nur köstlich!!
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Würdet ihr auch mal so einen Tanz oder Maiko Tanz in Japan sehen wollen, oder interessiert ihr euch nicht sehr dafür?

Haare ab und Kimono an!

Da bin ich wieder – diesmal ohne Katzenfotos.
Denn Ende letzten Jahres hab ich auch noch andere Sachen gemacht:

Zum Beispiel hab ich mir meine langen Haare abgeschnitten!! (Waaaaas?)
Einige von euch haben es sicher schon auf den anderen Plattformen verfolgt, aber ich wollte das hier auch nochmals in die Chronik einfügen.

Es hat mich ein halbes Jahr Überlegung (schliesslich hatte ich 8 Jahre lange Haare) und eine Menge Mut gekostet, aber ich bin super glücklich, dass ich mich getraut habe einen Bob schneiden zu lassen.

Ich hab das ganze auch gefilmt und meinen Zopf blauer Haare behalten. Hihi.
Schaut selbst: (Dauert erst mal mit dem laden, wenn man auf Play drückt..)

Also so sieht das ganze dann beim Frisör aus:
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Meinen Ansatz nachbleichen..
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Und dann ist er fertig, der Bob!
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Und? Was sagt ihr? Fandet ihr die langen Haare besser oder kürzer?

—–
Starker Themawechsel, aber kurz darauf war ich noch auf einem kleinen künstlerisch angehauchten Fuchs-Fest, wo eingeladen wurde den traditionellen Kimono mal wieder zu tragen und evtl. das auch in einer kreativen Art..
Dazu fuhren wir nach Kawagoe, einer Stadt in der Nähe Tokyos die noch den guten alten Edo-Flair zu bieten hat. (Sprich: ein paar Strassen mit schönen alten Gebäuden.)

Dort hatten sich eine ganze Menge Leute versammelt.
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Es war eine bunte Mischung aus traditionellen Kimonos, Steampunk und Anime mit ein paar Shows.
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Steampunk meats Kimono.
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Später sagten wir Tschüss zu meiner Freundin und machten uns auf den Weg durch die kleine Stadt, wo wir dann auch ein paar Fotos von mir im Kimono machten. (Kommt ja nicht so oft vor, obwohl ich 4 Stück habe..)
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Bis demnächst ihr lieben.

Knotfest Japan 2014

Hallo ihr lieben,

da ich immer noch nicht die Muße hatte durch all meine Urlaubsfotos von den USA etc. zu gehen (ich bin so schlecht!) poste ich jetzt munter weiter aus Japan von letzteren Ereignissen..

Wer mich gut kennt, weiss dass ich seit meinen jungen Jahren eine Liebe zur Metal- und Rockmusik hege. Die Phase mit Japanischem Rock habe ich schon durch (ausser Dir en grey, die sind gut!) also klebe ich noch an all den amerikanischen Bands die schon seit Ewigkeiten harte/härtere Musik machen.
Und da haben wir schon ein neues Problem am in Japan leben gefunden: Fast nie kommen gute Bands mal nach Japan!!! Nein, alle touren sie schön in den USA und Europa und meinereiner verkümmert hier im Sumpf der Freundlichkeiten.

Aber!! Slipknot hatte Mitleid und hat ihr neues Festival genannt “Knotfest” aus den USA nach Japan geholt (das erste Knotfest ausserhalb USA) und mich damit zu einem sehr glücklichen Menschen gemacht. Hehe.

Knotfest Japan lineup

Vor einem halben Jahr habe ich mir also sündhaft teure Tickets geholt (in diesem Fall ¥30.000 = $280) und am 15.& 16.November habe ich mich auf zum Nonstop Konzertspaß über 2 Tage gemacht. Als Location wurde Makuhari Messe in Chiba ausgewählt.

Tag 1 also:
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Makeup:
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Der Merchandise Stand war komplett unerreichbar den ganzen Tag über..
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Ich war noch auf keinem Festival in Japan und war aus mehreren Gründen nervös:
Zum einen sind Konzerte in Japan immer scheisse (man darf keine Fotos machen und nicht moshen und blabla), die Leute uncool und dieses war in einer Halle und ich wusste nicht ob man frei rumlaufen und was essen kann..
Um so angenehmer war die Überraschung! Total geiles Festival mit Buden und man konnte rein und raus und drinnen gab es 2 Bühnen auf denen abwechselnd gespielt wurde.

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Es gab sogar einen überteuerten Fotoautomaten!
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Ich habe mir Crossfaith, Papa Roach, Lamb of God und ein bisschen von den anderen angeschaut bevor es zu meinem Highlight Limp Bizkit kam!
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Ziemlich weit vorn hinter dem ersten Wellenbrecher standen wir und wurden fast zerquetscht. Die ersten 2 Songs waren wirklich die Hölle!! Meine Freunde habe ich sofort in der Menge der Qualen verloren (obwohl sie direkt hinter mir standen..) aber später hab ich eine relativ “bequeme” Position gefunden und konnte das Konzert geniessen.
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Hier ein Video was ich geschossen habe:

Es war einfach der pure Wahnsinn! Und dann habe ich mich noch mit einem Mädel, was direkt neben mir stand, angefreundet.

Nach Limp Bizkit sollte dann gleich Slipknot auf der Bühne nebenan starten. Da wollte ich natürlich auch ganz vorn mit dabei sein und hab mich in eine der ersten Reihen gedrängt.

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Auch bei Slipknot bin ich da vorne fast krepiert. Es war ein knochenbrechendes Gedrücke und gemoshe..
(Mich hat letztens jemand gefragt was ein Moshpit und moshen bedeutet! (Really?) Also erklär ich das mal kurz: Moshen ist ein tanzen, bei dem man um sich schubst und vielleicht auch schlägt. Das ist eher etwas heftig, aber sobald jemand fällt etc. wird man sofort von anderen hochgeholfen. Oft entstehen “Circle Pits” in der Menge, wo eine kreisförmige Fläche in der Menge frei gemacht wird und sobald eine harte/schnelle Stelle im Lied kommt alle in den Ring springen und im kreis rennen und schubsen. Die härteste Erfahrung währe dann die “Wall of death” bei dem sich die Menge in der Mitte teilt (wie das Wasser bei Moses) und beide Seite geradezu ineinander laufen. Da mache ich aber nicht mit.)

Also bei Slipknot geht es gewöhnlich auch immer ganz deftig zu, aber auch hier war es gut auszuhalten nach den ersten 3 Liedern.

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Da man aber kein Wasser mit in den live Bereich nehmen durfte, war ich gegen Mitte der Show schon ziemlich am Ende meiner Kräfte, sodass ich ein wenig raus aus dem argsten an den Rand gegangen bin.
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Und dann war er auch schon vorbei, der erste Tag. Slipknot war auch der Hammer und ich war so vollgepumpt mit Glücksgefühlen.
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Auf dem Rückweg ist mir aufgefallen, dass der Merch Stand total leer war und somit bin ich “nur mal gucken” gegangen und dann mit einem Slipknot Pullover nach Hause gefahren. (War ja auch kalt und ich klatschnass geschwitzt.)
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Tag 2
Der Tag an dem noch ein wenig härtere Bands spielen sollten, bin ich noch eine Stufe dunkler gestylt und mit meinem neuen Pullover losgezogen.
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Ich hatte mich mit dem Mädel was ich bei Limp Bizkit kennen gelernt hatte verabredet und so haben wir ab Mittag schon mit ein paar Drinks angefangen.
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Und los ging ein weiterer perfekter Tag beim Knotfest.
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Ich glaube an dem Tag habe ich Five Finger Death Punch, Trivium und so gesehen bevor wir uns sehr früh für Korn angestellt haben. Leider war da kaum was zu machen (wir wollten in die erste Reihe) also blieb ich in der vielleicht 10ten Rheie.

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Was soll ich sagen. Bei Korn war es schlimmer als bei den anderen Konzerten am Vortag. Ich konnte während des Konzertes sogut wie keine Fotos und Videos machen (Ausser bei ruhigeren Songs). Es war einfach zu heftig. Aber ein supertolles Konzert, ich habe Korn wirklich vermisst (8 Jahre ist es her).

Danach ging es dann gleich mit Slipknot auf der anderen Seite weiter, aber da liess ich es etwas langsamer angehen. (Außerdem habe ich einen Weg gefunden eine Flasche Wasser reinzuschmuggeln, was mir das Leben beim Korn Konzert gerettet hat. Ohne wäre wirklich nicht gegangen!)
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Als alles vorbei war und ich nach Hause musste, habe ich erst einmal geheult. Dieses Festival war eines meiner besten Momente in Japan seit langem. 2 Tage voller guter Musik, lockere und tolle Leute aus Japan und Übersee – so ein Kontrast zum Alltag. Endlich unter Leute mit gleichem Geschmack und Lebensstil, sich verstanden fühlen, eins sein!
Auf dem Nachhauseweg wurde die Bahn, die zuvor mit vertrauten Gesichtern und viel schwarzer Kleidung gefüllt immer leerer. Beim Umsteigen mischten sich Anzugträger und Disney-Fanatiker immer mehr in die Masse, bis ich am Ende wieder allein zwischen all den Ja-Sagern im Zug saß.
Aber ein Trost ist, dass all die Leute da draussen unter die Massen gemischt wurden mit ähnlichen Gefühlen.

Eines Tages werden wir uns wieder vereinen.
Sei es beim Ozzfest oder nächsten Knotfest!

Immerhin habe ich mir ein paar Erinnerungen mitgenommen.
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Nach 2 Wochen auch noch sichtbar:
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PS.: Hier noch ein paar professionelle Fotos:
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Danke an Slipknot und das Knotfest Team, für dieses unvergessliche Ergebnis.

Tokyo Design Festa Vol.40 (8./9. Nov 2014) Report

Hallo!!

Wir sind gerade frisch von unserer Ausstellung auf der Tokyo Design Festa zurück!

Letztes Wochenende (also am 8. und 9. November 2014) hatten wir wieder mal einen Stand auf dem großen Tokyo Big Sight Messe Gelände in Odaiba. Die Design Festa hatte auch Geburtstag – Vol.40 bedeutet nämlich, dass dieses Event nun schon 20 Jahre alt geworden ist!

Ich hatte dieses Mal nicht wirklich Motivation, aber der Stand ist zu teuer um alles abzublasen, also habe ich meine Produkte unter den Arm genommen (bzw. in meinen Koffer gepackt) und mich zur Messe geschleppt.

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(Die Nacht vorher mit dem Besuch unterwegs gewesen um dann mit nur 5 Stunden Schlaf etwas platt gewesen..)

Am Samstag war ich das erste Mal alleine ohne Frosch Unterstützung dort, denn mein Mann hatte seltenen Besuch aus Übersee. So hab ich mich also allein durchgeboxt den ganzen Tag.
Es war ein klein wenig einsam, aber sonst gut.

Am Sonntag hatte ich dann Unterstützung, aber dank des Wetters waren nicht so viele Besucher dort, wie letztes Mal.
Trotzdem sind ein paar Freunde und Kunden vom letzten Mal vorbei gekommen und wir haben neue Bekanntschaften gemacht.

Hier also ein paar Bilder von der Design Festa November 2014:

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Steampunk:
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Sie hat sich eine Zahn Halskette gegönnt.
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Mit meiner Freundin Tsuyuko Meinert (sie ist halb Deutsch♡) bei ihrem Stand. Sie hat auch einen online shop: Dorothy
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Letzte Chance vor dem Winter mein Set-up welches ich von einem Designer in Los Angeles gekauft habe auszuführen. (PS: Mein Mann hat mal wieder gemeckert, weil es holografische Elemente hat und deswegen so glitzert und schimmert. he he)
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Der “Kawaii in Philippines” Stand mit meiner Freundin Kaila (aka Rainbowholic) und Enji aus Indonesien.
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Ha ha! Fast hätte ich der süßen Maus die Sonnenbrille gleich so mitgegeben!
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Sternfrucht am Barett. Mein letztes Barett auf Lager.
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Aufmerksame Leser erkennen diesen Wolf noch von früheren Design Festa Ausstellungen.
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Kerwin, ein DJ aus Tokyo kam auch vorbei und hat gleich mal meine Cap ausprobiert.
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Was mich besonders gefreut hat dieses Mal, ist dass viele Kunden mir später Fotos getweetet haben, wo sie meine Sachen tragen!
Ich hab das mal hier zusammen gefasst:
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Ganz zum Schluss der Messe habe ich dann noch mit einem Mädel, welches auf der letzten Messe gegenüber ausgestellt hat einen Produkttausch gemacht und dieses Armband bekommen, was ich schon so lange im Auge hatte! Jippieh!
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(Ja da ist eine blutige Rasierklinge drin)

Im Übrigen war dies meine letzte Teilnahme an der Design Festa!
Ich war nun schon 2,5 Jahre dabei und es lohnt sich einfach nicht. Das hat es besonders am Anfang nicht, beim letzten Mal war es bombastisch und diesmal wieder eher nicht so geil, aber ich habe sehr viel über das Verkaufen und Dekorieren gelernt und über die Kunden in Japan, also ich bereue sicher nichts!

Achja und ganz zum Schluss noch eine irre Neuigkeit:
Meine Lace-Cap wurde in der sehr bekannten Japanischen Zeitschrift SO-EN (装苑) gedruckt.
Ich wusste davon gar nichts, bis vor ein paar Tagen eine Freundin meinte, dass ein berühmtes Model mit meiner Design Cap in der Zeitschrift zu sehen ist!!
Ich hab mir gleich eine Ausgabe geholt – und tatsächlich! Groß gedruckt auf einer DIN-A4 Seite und mit meinem Label “SALZ TOKYO” betitelt!

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So, und das nächste Mal komme ich hoffentlich dazu weiter über meine Reise zu schreiben!

Halloween in Tokyo 2014 / Shu Uemura Shupette & YouTube Party

Hallo ihr lieben,

ich unterbreche die Reise-Blogeinträge einmal für Halloween!

Dieses Jahr war nämlich ganz schön was los und ich war insgesamt auf 4 verschiedenen Parties an dem Abend.

Angefangen hat alles mit der Shu Uemura x Karl Lagerfeld “Shupette” Launch Party.
Die beiden Designer haben sich nämlich zusammengetan und in Anlehnung auf Lagerfelds geliebte Katze “Choupette” eine neue Kosmetiklinie herausgebracht.
Auf der Party sollte eine Freundin Piano spielen, deshalb wollte ich vor allem dort hin..

Nun bin ich eigentlich nicht der Halloween Fan (eigentlich laufe ich die Zeit vor Halloween immer meckernd und kopfschüttelnd durch die Gegend) aber wenn ich dann erst einmal unterwegs bin, habe ich den größten Spaß des ganzen Jahres.
Diesmal also war der Dresscode: Katze! Das war für die Party so gefordert. Es war schließlich eine “Nyalloween” Party! (In Japan machen Katzen Nya nya anstatt Miau)

Da ich am Tag noch etwas arbeitstechnisch zu tun hatte, musste ich mein Makeup am Abend auf einer Damentoilette auflegen. (Na gut, es war eine hypermoderne Toilette mit extra Makeup Raum, mit gutem Licht, großen Spiegeln und sogar Regalen um Makeup und Taschen abzulegen.)
Hier also das Resultat:
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Dann ging es also los in den Schickimicki Club: Ele Tokyo
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Und das ist meine Freundin Mappy.
Sie sieht nicht nur klein aus, sondern ist es auch. 13 Jahre alt und so begabt und fashionable wie kaum jemand! In kürzester Zeit ist sie sehr bekannt geworden und kann bei den Großen mitmischen. Zum Beispiel mit Mademoiselle Yulia, eine Designerin/Model/DJ aus Harajuku Kreisen bekannt geworden.
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Mademoiselle Yulia hat als nächstes die DJane gemimt.
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Dann bin ich zufällig noch auf eine andere Bekannte getroffen.
Viviane Sheep – ein erfolgreiches Model in Japan. Ihr Gesicht kann man oft auf großen Leinwänden bewundern.
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Im Obergeschoss des Clubs konnte man die Shupette Produkte ausprobieren und sich schminken lassen.
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Im Untergeschoss ging die Party weiter mit Poledance (auch von männlicher Seite.)
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Ich habe auch ein kleines Video von der Shu Uemura Party zusammen geschnitten.
Wer mag, kann sich also alles in bewegten Bildern anschauen:

Dann zog ich weiter durch die frische Nacht nach Roppongi, wo meine Freunde und die YouTube Space Party im 29.Stockwerk auf mich wartete.
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(Aber erst noch ein Foto mit diesem netten Herren!)
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Auf der YouTube Party war auch gut etwas los. Wieder bin ich auf Harajuku Model “RinRin Doll” und Viviane getroffen.
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Warten auf Purikura mit Mei und Coco!
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Später sind wir dann nach Harajuku gefahren, um weitere Freunde abzuholen.
Halloween war noch nicht mal vorüber, trotz allem wurden bereits die Lichterketten in die Bäume gehängt.
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Unsere Partytruppe wurde immer größer und bunter..
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Dann ging es nach Shibuya in einen kleinen Club.
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Alles war dicht gedrängt und völlig überfüllt.. Aber immerhin habe ich 1000 Yen gefunden, sodass ich davon fast meinen gesamten Eintritt zahlen konnte. Hehe.
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Als wir genug von all dem Trubel hatten, sind wir zu einem noch kleineren Club gepilgert und haben dort bis morgens um 6 Uhr weiter gemacht.
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Hier ein Gruppenfoto:
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onegai kaeru auf der TOKYO DESIGN FESTA Vol.38 (2013/11/03)

Yeeeeehaaaaaa! Ladies and Gents!

Ich habe tolle Neuigkeiten:

Design Festa 2013 onegai kaeru

Falls das noch nicht deutlich genug war, werde ich es jetzt noch einmal langsam erklären:

Diesen Frühling habe ich ja bereits an dieser riesigen, lauten und bunten Kunstmesse in Tokio, der “Design Festa” teilgenommen. (Sicher hast du darüber schon in meinem Report hier darüber gelesen..) Ein kleiner Stand war meiner für ein komplettes Wochenende und ich hatte die Chance viele interessante Leute zu treffen.

Glücklicherweise konnte ich gerade noch einen Stehplatz für das nächste Event ergattern (und sogar einen noch größeren!!), deshalb musst darfst du mich wieder besuchen kommen!

Aufgemerkt:

Stand Nr.: F-191  (1. Stockwerk aka Erdgeschoss) im TOKYO BIG SIGHT

NUR am SONNTAG 3. November 2013

++ Vorsicht!!! Ich habe den Stand nur für einen Tag am Sonntag und werde nicht das ganze Wochenende ausstellen! ++

Hier mal der Lageplan, damit ihr mich auch findet:Design Festa Map onegai kaeru Vol.38 2013

Alsoo. Wie bereits gesagt haben wir einen größeren Stand als beim letzten Mal und planen etwas interaktives zum Mitmachen – also warum lädst du nicht deine Freunde ein und kommst vorbei? (Und ich will nicht solch langweilige Ausreden hören von wegen “Japan ist ja so weit weeeeeg”. Komm einfach!) Haha!

See you later Aligator – bei der Tokyo Design Festa Vol.38!

Design Festa

Eigentlich wollte ich schon letztes Jahr darüber berichten, aber dann ist soviel dazwischen gekommen, dass ich es bis jetzt aufgeschoben habe:

Mein Besuch bei der Tokyo Design Festa im November 2012, Tokyo Big Sight!

Das ist eine riesige Messe / Kunstausstellung oder auch auf Cool-Deutsch: Event. Es ist von allem etwas vorbei. 2x Jährlich also wird die Design Festa für 2 Tage für Kleinkünstler und die, die es mal werden wollen (so wie ich), abgehalten. Es wird einfach gemalt und ausgestellt um der Welt zu zeigen “Hier bin ich!” – aber auch verkauft wie wild.

Heute nehm’ ich euch also auf einen kleinen Rundgang mit.

Festhalten – es könnte bunt werden!!

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Ich hatte im oberen der beiden Ausstellungsflächen begonnen. Dort steppte mir gleich ein Fuchs entgegen.
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Ich wünschte ich könnte so malen:
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Ich finde es schön, dass es hier wenigstens keinen Rassismus gibt. Wenn sich Pferde als Aussteller anmelden, dann wird das mitunter auch genehmigt..
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Die besten Verkaufsstrategien in Japan: Auf dem Handy rumtippen und den potenziellen Kunden ignorieren oder total verängstigte Künstler, die fast daran zerbrechen, wenn jemand näher an den Stand herantritt. So wird das aber nichts ihr lieben!!
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Hier ein positives Exemplar von aufgeschlossener Kundenfreundlichkeit. Da bleibt man gern mal eine Sekunde stehen und schiesst ein Foto.
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Einer meiner Favoriten des Tages ist diese süße Dame, die so perfekte und niedliche Filzfiguren zaubert, wie ich sie noch nicht gesehen hab!
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Na ihr hübschen!
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“Ich will nicht mit meiner Kunst gesehen werden!” (Das habe ich mir ausgedacht..)
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Es gibt wirklich nichts was es nicht gibt, auf der Design Festa.
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Hier hätte ich dann am liebsten schon zugeschlagen:
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Live wurde auch an 3 Ständen diese nette japanische Fesseltechnik vorgeführt, die man sonst nur aus den etwas heftigeren Erwachsenenfilmen kennt..
Gegen Bezahlung konnte man sich vor allen Leuten also festzurren lassen. Wer’s mag.
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Die großen Live-Painting Wände sind wirklich Wahnsinn. Ich könnte nie so groß zeichnen.
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Besonders angetan war ich von dieser Taschenkunst. Ein junger Mann näht aus robustem Stoff und Leder kleine Bootförmige Taschen. Total super!
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Wo ist der Standbesitzer eigentlich?
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Nein, die sind es nicht…
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Am Ende wird man echt müde, weil man Stundenlang konstant soviel auf die Augen bekommt, dass man gar nicht mehr weiss, wo man als erstes hinschauen soll.
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Auch bin ich ein kleiner Fan von dieser Künstlerin geworden (die leider auch nicht aufs Bild wollte):
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Und diese Filzfiguren waren einfach zu überperfekt. Ich bin fast umgefallen!
Wenn ich mal mehr Geld habe, werde ich es hier investieren. (Ein bisschen.)
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Cuteness overload!! Der Pinguin, die Miez. Aaaah!
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Und ich habe noch jemanden gefunden, der gern bemalte Schuhe trägt. Ob sie diese selbst designed hat?!
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In der Show Area schwang eine Frau den Besen..ähm.. ich meine den Pinsel natürlich.
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So viele Meeeeenschen.
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Jetzt ist es raus: Künstler ernähren sich also schlecht.
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Alle unter 18 Jahren jetzt mal kurz weggucken. Upsiiii!
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Weiter geht’s mit harmlosen Miezekatzen.
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War ich nach Stunden auf den Beinen auch: Fuckin’ Sleepy!
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Als ich um 18:11 Uhr dann von einem Automaten bedroht wurde, reichte es mir und ich trat den Weg nach Hause an.
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So wie der gelbe Kondommann.
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Was gefiel euch eigentlich am Besten von den Kunstwerken / Produkten?

 

Und hier nun die Auflösung, warum ich eigentlich in letzter Zeit so irre unter Strom stehe und jede freie Minute arbeite:

Ihr ahnt es sicher schon.

Ich selbst habe in letzter Sekunde einen Standplatz ergattert und werde am 10./11. Mai 2013 selbst dort ausstellen und verkaufen. Wer also in Tokyo ist, kann mich gern dort besuchen kommen. Eintritt pro Tag ist 800 JPY im Vorverkauf oder 1000 JPY beim Einlass direkt. Für beide Tage gibt es Rabatt..

Und weil das ganze schon bald ist und ich wegen Hochzeit etc. nicht früher mit der Planung anfangen konnte, bin ich gerade am rotieren und bekomme langsam Panik, weil ich noch kaum etwas zum verkaufen habe. Ich male, bastle und designe also in jeder freien Minute an Handy Covern, Visitenkarten, T-Shirt Design und Co.

Meine erste selbst-gehostete Webseite ist auch fast fertig – in ein paar Tagen werde ich 3-sprachig online gehen mit Blog, Galerie und meinem eigenen Online Shop. Das ganze hat auch irre Zeit gekostet, weil ich wie ein Blinder ohne Krückstock mich mit HTML uns CSS Codes herumschlagen (und Freunde um Hilfe anbetteln) musste. Erwartet also nicht zuviel.

Ab April werde ich aber weniger in meinem Hauptberuf arbeiten, sozusagen nur noch Teilzeit (4x die Woche) und somit etwas mehr Zeit für mich und mein Gebastel haben. Natürlich daher auch weniger Geld, deshalb bin ich über jede noch so kleine Unterstützung in Sachen Mundpropaganda etc. dankbar, um mehr und mehr Leute zu erreichen.

Hoffentlich habe ich auch wieder mehr Zeit zum bloggen – also vor allem nach der Ausstellung denke ich. Mir fehlen die ausgedehnten Spaziergänge zu zweit. Meine Kamera und ich. Hahah. Und etwas Zeit mit meinem Mann natürlich auch.

Ach und da ist noch ein Kleinigkeit.

Da ich jetzt 25 Jahre alt geworden bin und mit großen Schritten dem Altsein entgegen sprinte, musste ich jetzt nochmal richtig aufdrehen und meine Haare färben. Ganz nach dem Motto: Wenn nicht jetzt, dann mach ich’s nie! Oder auf englisch: YOLO – You only live once! habe ich mir die Haare diesmal komplett bleichen und dann färben lassen. In Pastell-lila.

Und in Japan, wo Haarfarben ausser der Norm schwer verpönt sind (ich rede hier von ausserhalb der Harajuku-Gefilde) ist das nochmal doppelt so witzig wie in Deutschland.

Also bleibt mir treu, ihr Knusperkekse!

Lila-Anji

Setsubun

Am Sonntag, den 3. Februar 2013 war wieder einmal 節分 (Setsubun).

Vor einem Jahr hatte ich ja bereits schon einmal darüber geschrieben. Und dieses Jahr habe ich einmal das volle Programm bei meinen Schwiegereltern mitgemacht.

Am Abend haben wir also begonnen 恵方巻(Ehomaki) zu machen. Das sind Reisrollen, ähnlich der, die ihr sicherlich schon vom Sushimann um die Ecke kennt – Aber mit Zutaten gespickt, über die der Sushi Chef nur verbost den Kopf schütteln würde.
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Je nach Jahr ändert sich die “Glücksverheißende Himmelsrichtung” (恵方 – ehou). Dieses Jahr ist es Südsüdost (南南東 -nannantou). Laut einem aus Osaka stammenden Brauch soll, wenn man die Ehomaki in die Glücksrichtung zeigend an einem Stück und ohne zu sprechen isst, die dort in sich hineingesagten Wünsche erfüllt werden.
Mein Schwiegerpapa hat gequatscht..
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Zum Abendessen gab es natürlich auch noch mehr zu essen.
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Um 19 Uhr sind mein Mann und ich dann schnell zum nahegelegenen Schrein gehuscht, um bei der Zeremonie dabei zu sein.
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Nachdem der Shinto Priester fertig war, wurden wir mit gerösteten Bohnen beworfen. Das nennt sich 豆まき (mamemaki) und ist eine der Traditionen. (Dazu später aber noch mehr.)
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Auch Mandarinen wurden noch an alle Besucher ausgegeben. Ich fühlte mich fast wie bei der Wohlfahrt.
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Als alle freien Gaben ausgeschöpft waren, versammelten sich die Besucher um einen großen Haufen weggeworfener Gegenstände. Viel mehr war es ein Berg aus Neujahrsdeko (Kieferzweige, Bambus etc.) der nun rituell verbrannt werden sollte. Auch ein Daruma saß auf dem Berg oben auf. Ich fragte mich, welches Ziel sein Besitzer erreicht hat..
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Der Priester verbeugte sich etwa 20 Mal und murmelte etwas unverständlich vor sich hin, seine Gehilfin vollzog ein weiteres Ritual der Reinigung (schätze ich mal, denn mein Mann hat wie so viele Japaner keine Ahnung was da vor sich geht).
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Nachdem alle Rituale vollzogen waren, wurde alles angezündet und die Musik fing an zu spielen. Hinter uns stand eine kleine Bühne auf der traditionelle Musik gespielt wurde – begleitet von Tanz mit Masken und Süßigkeiten für die Kinder.
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Also ich finde die Masken immer irgendwie gruselig. Das die Kinder dar nervlich aushalten ist enorm..

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Zuhause haben wir dann auch noch Mamemaki gemacht: Die Haustür aufgerissen, aus voller Kehle “Oni ha soto!” (Dämonen hinaus!) gerufen und Bohnen nach draussen geworfen – Gefolgt von “Fuku ha uchi!” (Glück herein!), um endlich mal ganz rebellenhaft Essen im Haus herumzuwerfen.

Damit hätten wir also alle Weichen für dieses Jahr gestellt. Jetzt muss das Glück nur noch kommen!