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Ein kleines Update..

Hallo ihr lieben,

ich hoffe es geht euch gut? Wollte euch mal ein kleines update geben was bei mir gerade so los ist..

Alsooo. Nach der Fashion Week war ich kurz für ein paar Tage in Osaka/Kyoto gerade als die Kirschblüte anfing. (Darüber wollte ich eigentlich noch berichten!!)
Als wir dann zurück waren habe ich fleissig gearbeitet, denn ich biete jetzt vintage Kimonos und Kimono Jacken etc. zum Verkauf an.
(Etsy SALZ Tokyo Shop)
Falls jemand Interesse hat ein paar Beispiele:
mint-butterfly-furisode

sakura-dark-yukata

red-waves-black-shibori-kimono

watermelon-kimono

Anfang Mai ist meine beste Freundin aus Hamburg nach Japan gekommen und dann war ich für fast 3 Wochen lang 24 Stunden unterwegs. Ich konnte also überhaupt nichts schaffen oder bloggen.

Jetzt ist sie seit 2 Wochen wieder weg und ich bin wieder mit Volldampf am arbeiten (Der erste Schwung Kimonos ist fast ausverkauft, nun habe ich den Shop wieder gefüllt bzw. bin noch dabei. Kimonos suchen, einkaufen, Fotos machen, Maße nehmen, Infos in den Shop einpflegen etc. – Ist ganz schöne Arbeit, aber es macht irre Spaß.)

Ausserdem habe ich an einer neuen Kollektion von Print Shirts gearbeitet, die ich jetzt als Promo für den halben Preis raushaue.
Wer also Bock hat, der schaut mal hier und kauft entweder bei Etsy (Etsy SALZ Tokyo Shirts) oder auf meiner Homepage direkt (SALZ Tokyo) wenn die funktioniert.. Das weiss man immer nicht so.

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no-life

garbage

The Spock Tee

spock

Sushi Monster Tee

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The Mushiba (Karies) Tee

Mushiba-shirt

Bislang war die Reaktion gut wenn ich mein Shirt in die Welt hinausgetragen habe..

Not Interested Tee

8bit Foodporn:

Sushi nomnomnom

Welches ist euer Favorit?

Alles liebe aus Japan.

PS: Die Regenzeit fängt hier jetzt an. Ughh.

Designer-Stress / Und: Spaß beim Japanischen Arbeitsamt

Hallo ihr lieben!

Seitdem ich vor ca. 3 Wochen wieder nach Japan zurück gekommen bin, rotiere ich mal wieder wie ein Brummkreisel. Ihr wisst ja, dass ich am 3. November wieder auf einer Messe ausstelle – und dafür bin ich jetzt wie wild am vorbereiten. Trotz dem ich nicht mehr für jemand anderes arbeite, muss ich sagen dass ich für das “Selbstständig-sein” momentan von Morgens bis Abends fast ohne Pause arbeite. (Ausser alle 2-3 Tage, wenn ich dann fast verrückt werde vom im Haus sitzen und mit dem PC bzw. Handarbeiten zu kämpfen, dann kann ich kaum schnell genug Pause machen und muss raus!)

Naja, so kommt es dass ich schon wieder seit Ewigkeiten nicht gebloggt habe und euch deshalb einmal im Zeitraffer alles was in letzter Zeit so los war, zeigen werde:

Nachdem ich meinen Koffer erfolgreich ausgepackt und mich wieder eingelebt hatte, richtete ich mir mein eigenes “Atelier” ein. Dieses ist ein kleines Häuschen/Räumchen im Garten hinter dem Haus, was eigentlich ein vermüllter Abstellraum war. Den haben wir ja schon vor meiner Reise nach Deutschland entrümpelt und gesäubert.
Jetzt konnte ich mich endlich mit Werkzeugen und Arbeitsmaterialien ausbreiten. “I can do it!”
IMG_2416Dann konnte ich auch endlich loslegen und habe mir eine Schneckenarmee gebaut um ganz laaangsam die Weltherrschaft an mich zu reissen.
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Ich bin mir grad gar nicht sicher, ob ich euch überhaupt schon gezeigt habe, wofür die Schnecken sind?!
Also dann hier mal ein Eindruck von meinen Schnecken Ohrringen und Ketten:
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Und seit ich so schön einkaufen war in London, hab ich wieder richtig Lust mich nett anzukleiden wenn ich mal raus komme..
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Was war noch los?
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Achja, ich hab mir wieder die Haare grün gefärbt und meine bestellte Nähmaschine ist angekommen! Juppieh!
Jetzt bin ich stolzer Besitzer einer recht günstigen Singer Nähmaschine, die angeblich auch dicke Pakete gut nähen soll. Was ich jetzt alles machen kann! Also, wenn ich es mir dann ordentlich angeeignet habe.
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Der erste Nähversuch war gut, auch wenn die Maschine auf der langsamsten Nähstufe schon ganz schön schnell – und generell etwas laut (bzw. lauter als die teure geliehene Brother) ist. Aber an all das gewöhne ich mich sicher schnell.

Ansonsten bin ich halt wie gesagt den ganzen Tag ausgelastet – sei es mit dem PC oder mit der Hand an der Arbeit.
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Vieles muss ich euch dann nochmal gesondert und in Ruhe vorstellen..

Gestern dann, habe ich mich in Schale geworfen (so wie man es halt mit grünen Haaren und so macht) und bin mit meinem Mann zum Japanischen Arbeitsamt gefahren, um mich Arbeitslos zu melden.
Vorher noch ein paar schöne Passfotos gemacht (die ich auch für meinen Antrag auf Visumsverlängerung nächsten Monat brauche) – wer würde mich SO denn nicht einstellen wollen bzw. mir ein Visum geben?!
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(PS: Fotoautomaten machen grüne Haare immer zu blauen.. Aber irgendwie ist der Farbton klasse. Ich glaube so will ich meine Haare als nächstes haben!)

In Japan heisst das Arbeitsamt ハローワーク (Hello Work). Eine so erfrischende Beschreibung für so einen tristen Laden..
Für mich war es also das erste Mal. Angekommen musste ich 2 Dokumente von meinem Ex-Arbeitgeber abgeben und zum Ausgleich 2-3 Fragebögen ausfüllen. Nach Abgabe dieser, bekamen wir eine Wartemarke.
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Obwohl ich extra in die “Ausländer” Warteschleife eingereiht wurde und vor mir angeblich nur 1 Person bedient werden sollte, schien es ewig zu dauern. Alle anderen Schalter mit über 20 Wartenden schienen schneller voran zu kommen.
Als dann meine Nummer aufgerufen wurde, stand uns ein alter Opi entgegen. Es war der Mann, über den wir uns zuvor noch das Maul zerrissen hatten, weil er ungefähr 10 Minuten lang in voller Ruhe die Jalousie hoch und runter gelassen hatte. Ein Blick auf meine Haarfarbe ließ ihn noch unmotivierter wirken.

Die Aufgabe der Leute an diesem Schalter war, den Fragebogen durchzusehen und die Daten in den PC einzugeben bzw. zu korrigieren was der Scanner nicht einlesen konnte. Bei meinem Gehaltswunsch von ca. 3.500 € Brutto pro Monat entfuhr ihm ein schnippisches “Das ist jawohl unrealistisch”.
Nachdem der Bogen durchgesehen war und eingescannt wurde, ging es los: Die Korrektur am PC.
Nicht nur, dass dieser alte Mann kaum erkennen konnte was auf dem Bildschirm stand, nein er war scheinbar just an diesem Tag das erste Mal mit einem C-o-m-p-u-t-e-r in Berührung gekommen. Bis er die Tasten auf der Tastatur gefunden hatte, verging eine Ewigkeit. Zusammen schafften wir es dann aber ein paar kleine Eingaben in den PC einzugeben.
Was mich aber am meisten schockierte war, dass scheinbar Arbeitserfahrung die man ausserhalb von Japan gesammelt hat, überhaupt nicht anerkannt wird. (Jedenfalls nicht von ihm.) So wollte der Kerl glatt mal eben 9 Jahre meines Arbeitslebens unterschlagen. Zusätzlich schien einfach alles Scheiß-egal was ich kann bzw. in meiner vorherigen Arbeit gemacht habe, und das ging so:
Alter Mann: “Welche Bezeichnung hatte deine letzte Berufstätigkeit?”
Wir: “Project Manager”
Er tippt im PC herum. “Und was genau waren die Tätigkeiten in dem Beruf?”
Wir: “Naja, Projektmanagement… Eigentlich habe ich sehr viel gemacht wie z.B. ….”
Greis kämpft mit der Tastatur und weiss nicht einmal wie man Projektmanager auf Japanisch schreibt. Nun steht dort eine leicht falsch geschriebene Beschreibung “Projekt Manager”.
Ich: “…also ich habe Angebote erstellt, mit dem Kunden verhandelt, technische Dokumentation, Import….”
Der Typ gibt in den PC ein “usw.” ein. HALLO? Also nun steht im Verzeichnis des Arbeitsamtes als vorheriger Job “Projekt Manager” und als detaillierte Jobbeschreibung “Projekt Manager undsoweiter”.
Spitze!
Das ging so weiter, dass wir ihm zeigen mussten wo die Tasten sind und ihn korrigieren was er nicht in Japanisch schreiben konnte. All das in einem Schneckentempo wie ich es noch nie erlebt habe. Ich konnte praktisch fühlen, wie meine Hirnmasse sich in einen sumpfigen Brei verflüssigte. Meine Motivation war schon vor einer Stunde aus dem Fenster geflogen.

Nachdem ich praktisch Hirntod war, konnte ich meine Arbeitsamt-Mitgliedskarte mit falsch geschriebenem Japanischen Namen in Empfang nehmen. Mit den Dokumenten wurden wir dann zum Schalter im 2.Stock verwiesen.
(Ich fühlte mich wie Asterix und Obelix auf der Jagd nach dem Passierschein A38 – nur dass das Haus schon mit Irren voll zu sein schien.)
Im 2.Stock durften wir nach kürzerer Wartezeit mit einem jungen Mitarbeiter arbeiten, der alle Erklärungen wie ein mit einem Maschinengewehr gekreuzten Roboter einem in das Hirn schoss. Er redete so schnell auf mein verflüssigtes Hirn ein, dass ich dachte mir tropft die Suppe gleich aus dem Ohr.

Als es draussen dunkel wurde, ließ man uns frei – aber nicht ohne mir gleich 2 Termine aufzudrücken, wo ich auftauchen muss um in der Zukunft nach 3 Monaten Wartezeit (und weiterem Auftauchen beim Amt) dann endlich eventuell Arbeitslosengeld für 3 Monate bekommen könnte.
Ich war so fertig mit der Welt gestern, dass ich mir erstmal ausrechnen will wieviel Geld ich überhaupt bekommen würde und ob sich dieser Psychoterror über Monate auch lohnt.

Heute dann erfreulicheres: Ich bin los um mein neues Fahrrad abzuholen!
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Ich wollte ja schon die ganze Zeit über in Tokyo ein Fahrrad haben, aber hab es nie gemacht. Hier auf dem Lande braucht man wirklich eines um vernünftig von A nach B zu kommen. Seit Monaten haben wir herumgeschaut und wollten eigentlich ein billiges oder auch gebrauchtes Fahrrad haben, aber ist alles nicht so einfach. Und billige Fahrräder mit 3 Gängen fangen eh schon bei 200€ an – ich finde die aber alle kacke. Hier in Japan fahren alle mit so Oma Fahrrädern herum und ich bin mein Leben lang Mountainbikes gefahren. Vor 2 Monaten habe ich also ein etwas teureres Fahrrad gesehen, in welches ich mich sofort verliebt hatte. Nächtelang konnte ich nicht schlafen und bevor ich 200€ für ein Rad bezahle, was ich sowieso blöd finde, dann lege ich lieber ein bisschen mehr drauf und hab gleich ein ordentliches..
Gesagt. Getan.
Ich hab jetzt ein supergeilo Crossbike von Merida!
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Das fährt wie eine Sahneschnitte! Es fliegt quasi über den Asphalt! Ich bin wirklich glücklich: Mein erstes Fahrrad in Japan UND: Das erste Fahrrad was nicht gebraucht ist!!

Jetzt muss ich mich aber ranhalten, dass ich mit meinem Kram Geld verdiene.

Des Frosches neue Werke

Jaha, ich habe in letzter Zeit rangeklotzt und 2 neue Handy Hüllen Designs (sagt man das so auf deutsch?) aus dem Boden ..äh.. dem Plastik gestampft.

Sehen sie her liebe Damen und Herren.

Ab jetzt kann man so fast alles auch offiziell käuflich erwerben z.B. über meinen Etsy Shop – aber natürlich auch ganz einfach per Anfrage hier oder auf meinen anderen 10.000 SNS Plattformen.

War das jetzt genug Werbung? Falls nicht, werde ich euch sicher an einem anderen Punkt noch einmal anbetteln das Wort per Mundpropaganda weiter zu tragen und… Jetzt reicht es aber mit dem Gebettel!

Ich stelle euch also als erstes einmal die zwei “Sailor frogs” vor, die in ihrer Freizeit gern auf dem Anker hocken und über das Matrosenleben plauschen.
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Zum anderen haben wir hier ein こけし人形 (kokeshi-ningyou = traditionelle Holzpuppe) Case.

Der Kimono der kleinen ist mal wieder aus dem Stoff gemacht.
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Beide Hüllen sind für iPhone 5, können aber natürlich auch für andere Handys gemacht werden..
So das war’s für heute. Die total irre Nachricht, wurde gerade abgesagt. Was das nun war, werde ich später hoffentlich erklären können. Erstmal ist hier wieder nur Stress :(