Japan Blog

Frühling & Fashion

Hallo ihr lieben,

wie immer bekomme ich es nicht auf die Rheie regelmässig zu posten. (Japanische Verbeugung)
Zack! Schon wieder 3 Wochen verstrichen und in der zwischenzeit ist wieder einiges passiert, deswegen wird es ein Post voller Bilder..

Fangen wir also in der chronologischen Rheienfolge an:

Erst einmal habe ich mir wieder die Haare weiss bleichen und noch kürzer schneiden lassen.
Und dann war ich mit Freunden bei einer kleinen Privatveranstaltung um noch ein wenig detaillierter das anziehen des Kimonos zu lernen (und vor allem, dass meine Freundinnen es lernen, damit ich nicht alleine mit dem Kimono rumlaufen muss. Hehe!)
Heute mal meinen blauen Kimono der für leicht gehobene Anlässe getragen wird:
Kimono selfie

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Dann wollte ich mal etwas neues probieren und habe meine Haare orange gefärbt. (Das zu entscheiden hat mal wieder 3 Monate gedauert..)
Und hier bin ich nun.
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Ausserdem experimentiere ich gerade wieder ein wenig mit der dunkleren Seite in mir und habe gefallen an “goth” looks gefunden.
Anji Goth Makeup

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Ausserdem wurde ich von einem Alternative Style Blog bezüglich Fashion und meiner Marke SALZ Tokyo interviewt. (Auf Englisch)
Wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch ja mal hier reinlesen:
https://nightfeverking.wordpress.com/2015/03/06/cool-and-chic-tokyo-fusion-fashion-brand-salz-tokyo/

Was ist noch so los gewesen?
Ich habe es endlich mal geschafft mich mit meiner neuen Freundin Fiona zu treffen. Sie ist aus Frankreich und lebt auch in Tokyo. Kennen gelernt haben wir uns eigentlich schon im November, jedoch nicht geschafft uns zu treffen.
Jetzt aber schon, und zwar gleich richtig – wir sind jetzt oft zusammen unterwegs.
Fiona und ich sind uns charakterlich (und evtl. auch Stilmässig) total ähnlich und das ist einfach total erfrischend mit ihr.
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Fiona_Anji

AnjiSALZ1

Lustig ist auch, dass wir zusammen richtig viel Aufmerksamkeit auf uns ziehen mit den roten und orangenen Haaren. Einige meinten wir sähen aus wie Schwestern. LOL

Bei Starbucks in Japan gibt es zur Zeit wieder die saisonalen “Sakura Frappuchino” und andere Kirschblüten Getränke und ich muss sagen der ist wirklich saulecker!!
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Langsam geht es in Tokyo los mit dem Frühling und so hatte ich ein “Kimono-Date” mit 2 meiner liebsten in Japan. Wir alle haben das Kimono anziehen gemeistert und uns zum Pflaumenblüten schauen getroffen.
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Der Yushima-Tenjin (Yushima Shrine) ist einer der beliebtesten Plätze um die Pflaumenblüte in Tokyo zu geniessen.
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Und hier sind wir natürlich auch positiv (bei dem eher älteren Publikum) aufgefallen. Es regnete Ah! und Oh!s und wie hübsch wir in den Kimonos aussähen und überraschte Blicke dass wir uns die Kimonos selbst anziehen können.
(Eine Freundin möchte gern anonym bleiben – deshalb der Stern.)
kimono girls

Hier mein Kimono mit einem etwas cooleren Obi.
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Kimono Anji close

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Nat

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Ich nenne uns die KIMONO-CREW! Bäm!
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Der Yushima-Tenjin ist vor allem ein Ort für Schüler, die für ihre Prüfungen und Abschlüsse beten. Es passt auch, denn die Tokyo Universität ist nur ein Katzensprung entfernt.
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Auf diese Tafeln werden die Fürbitten geschrieben.
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Später hatten wir Mittag und eine Purikura (Photoautomat) session in Ueno.
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Als es dunkel wurde, hatten wir noch immer nicht genug, also war noch ein kleiner Nachtspaziergang am nahegelegenen Ueno See(?) angesagt.
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Selbst noch im dunkeln hatte ich so viel Spaß mit meiner Kamera.
kimono legs

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lantern

Fast vergessen!!
Eine andere Kleinigkeit gibt es noch:
Ich bin jetzt offizieller Blogger für Taiken Japan.
Taiken ist eine Seite die Erlebnisse/Events/Sightseeing spots vorstellt – von persönlicher Seite. Soll heissen alle Empfehlungen und Artikel hier sind nicht kommerziell, sondern von normalen Menschen (wie mir) geschrieben und sollen den Leser und/oder zukünftigen Reisenden einen Einblick und persönliche Empfehlungen geben.
Von mir ist erst ein Eintrag online, aber ich habe die 2 besten Pflaumenblüten Spots in Tokyo vorgestellt (den einen kennt ihr ja nun!)

Wenn ihr mögt schaut auch ab und an bei Taiken mal rein.
Hier der link zu meinem Artikel:
http://taiken.co/single/the-best-plum-blossoms-spots-in-tokyo

Hoffe ihr habt einen guten Start in die Woche!
Anji

Kimono der zweite und Schnee der erste

Hallo ihr lieben,
hoffe ihr seid bis jetzt gut durch den Winter gekommen?

Ich habe schon gehörig die Nase voll (nein nicht wegen Schnee oder so, den gibts sogut wie nie in Tokyo) – sondern von den Temperaturen! Vor allem IM Haus.
Dieser Tage haben wir auch gern mal 4℃ im Badezimmer, da kommt so richtig Freude auf, sich dann mit eiskaltem Wasser noch die Zähne und das Gesicht zu waschen.
Auch in den Zimmern wird es nicht richtig warm bzw. wenn man die Klimaanlage aus stellt, wirds sofort kalt. Und von meiner halb gefrorenen Nase beim schlafen, will ich gar nicht erst anfangen. Haha.

Aber genug gemeckert, denn es gibt auch gute Seiten am Winter.
Wie zum Beispiel: Man kann den Kimono tragen! Der ist genau passend für die Wintermonate und eigentlich vom Herbst bis Frühling ein schöner Begleiter.

Und da ich einige Kimonos habe und im Moment total darauf abfahre, habe ich letztens einen anderen Kimono aus meiner Sammlung gezogen und mich an das anziehen gemacht.
Das ankleiden dauert bei mir immer noch ziemlich lange und ist auch nicht perfekt, aber ich war stolz, dass ich es überhaupt irgendwie alleine hinbekommen habe.

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Erst das Unterkleid (heisst: Nagajuban 長襦袢)
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Und der “ich habs geschafft Selfie”:
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Dann habe ich mich auf nach Asakusa gemacht (was sich später als Fehler herausstellte..)
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Asakusa (浅草) ist wohl das berühmteste und touristischste Ziel in Tokyo, dank des riesigen Tempels und den noch Teils an Kyoto erinnernden Häusern.
Wenn man in Tokyo lebt, dann möchte man diesen Ort meist vermeiden (ist fast so wie als New Yorker zum Times Square zu gehen). Sprich: Total überlaufen, alles mit teuren Souvenirshops ausgestopft usw.

Ich bin aber trotzdem hin, weil ich für Fotos ein bisschen schöne Kulisse haben wollte.
Der Preis war, dass mich permanent (und vor allem) Chinesische Touristen angegafft haben, mich umzingelt und Fotos machten. Das war äusserst nervig und unangenehm.

Aber trotzdem habe ich in einem abgelegenen Fleckchen in Ruhe ein paar Bilder machen können.
So sieht also der Kimono aus, den ich an dem Tag zum ersten Mal getragen habe:

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Für Interessenten: Der Obi nennt sich “Nagoya-Obi” (名古屋帯) und wird so gebunden, dass hinten so eine Große Fläche entsteht (nennt sich o-Taiko, wie die Trommel) wo meist ein schönes Muster oder Bild zu sehen ist. Sobald man verheiratet ist, ist der Nagoya-obi und diese Bindeweise angebracht. Schleifen etc. sind für unverheiratete und Kinder.

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Das Wetter an dem Tag war auch nicht DER Traum, aber immerhin war es trocken.
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Und weil ich Lust hatte, habe ich den Spieß einfach mal umgedreht und ein Foto mit einem Taiwenesen gemacht, der wie auf einer Hochzeit gekleidet war.
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Ein paar Tage später hatten wir dann endlich mal ein wenig Schnee. Der erste Schnee in 2015!
Wie ich schon sagte kommt in Tokyo oft nicht viel runter bzw. taut der Flaum immer sehr schnell weg.
Dieses Mal war ein klein bisschen mehr Schnee zu sehen und das mussten wir natürlich feiern.

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Eine einzige!! Pflaumenblüte habe ich auch am Baum entdeckt. Nur eine!
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Zur Zelebrierung haben wir erst eine kleine Schneefrosch-Familie gebaut und vor den Schrein gesetzt und dann eine Schneeballschlacht gemacht.
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Wie siehts bei euch aus? Hattet ihr schon ordentlich Schnee?
Wenn ja, mögt ihr Schnee oder habt ihr schon genug?

Ich bin immer ganz Schnee-verrückt, aber ich mag nicht dieses gematsche. Entweder es schneit richtig dicke oder es soll ganz wegbleiben.
Am Nachmittag/Abend war hier schon fast alles wieder weggetaut. Ein kurzer Spaß..

Haare ab und Kimono an!

Da bin ich wieder – diesmal ohne Katzenfotos.
Denn Ende letzten Jahres hab ich auch noch andere Sachen gemacht:

Zum Beispiel hab ich mir meine langen Haare abgeschnitten!! (Waaaaas?)
Einige von euch haben es sicher schon auf den anderen Plattformen verfolgt, aber ich wollte das hier auch nochmals in die Chronik einfügen.

Es hat mich ein halbes Jahr Überlegung (schliesslich hatte ich 8 Jahre lange Haare) und eine Menge Mut gekostet, aber ich bin super glücklich, dass ich mich getraut habe einen Bob schneiden zu lassen.

Ich hab das ganze auch gefilmt und meinen Zopf blauer Haare behalten. Hihi.
Schaut selbst: (Dauert erst mal mit dem laden, wenn man auf Play drückt..)

Also so sieht das ganze dann beim Frisör aus:
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Meinen Ansatz nachbleichen..
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Und dann ist er fertig, der Bob!
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Und? Was sagt ihr? Fandet ihr die langen Haare besser oder kürzer?

—–
Starker Themawechsel, aber kurz darauf war ich noch auf einem kleinen künstlerisch angehauchten Fuchs-Fest, wo eingeladen wurde den traditionellen Kimono mal wieder zu tragen und evtl. das auch in einer kreativen Art..
Dazu fuhren wir nach Kawagoe, einer Stadt in der Nähe Tokyos die noch den guten alten Edo-Flair zu bieten hat. (Sprich: ein paar Strassen mit schönen alten Gebäuden.)

Dort hatten sich eine ganze Menge Leute versammelt.
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Es war eine bunte Mischung aus traditionellen Kimonos, Steampunk und Anime mit ein paar Shows.
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Steampunk meats Kimono.
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Später sagten wir Tschüss zu meiner Freundin und machten uns auf den Weg durch die kleine Stadt, wo wir dann auch ein paar Fotos von mir im Kimono machten. (Kommt ja nicht so oft vor, obwohl ich 4 Stück habe..)
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Bis demnächst ihr lieben.

Frohes Neues mit Baby Kätzchen

Hallo ihr lieben,
da bin ich wieder nach einer Weihnachts-Neujahrs Pause.

Ich hoffe ihr hattet schöne Feiertage und einen guten Rutsch?
Wir waren auch ganz spontan über die Zeit in Deutschland um meine Familie mal wieder zu sehen. Es war wirklich schön – endlich wieder Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt und jeden Tag sich mit leckerem Zeug zu überfressen. Ha!
Jetzt bin ich gerade wieder dabei meinen Essenskonsum runter zu schrauben, um den Wanst wieder loszuwerden.

Ende letzten Jahres sind eigentlich noch ein paar Sachen passiert, über die ich bloggen wollte (hört sich ja dramatisch an! Also eig. ist nichts weltbewegendes passiert..) aber die Zeit rinnt mir wie immer durch die Hände.

Hab mir vorgenommen im schnelleren Blog-Takt mal richtig aufzuholen und fange heute mal an mit ein paar niedlichen Baby Kätzchen.

Ja, ihr habt richtig gelesen!
Meine Freundin in Tokyo hat nämlich eine Strassenkatze, die sie immer besuchen kommt, um sich Streicheleinheiten und Leckerlis abzuholen – und diese hat plötzlich jetzt Junge bekommen.
(Also naja so plötzlich natürlich auch nicht, denn sie war vorher dick und rund schwanger.)

Die Nachbarin meiner Freundin kennt sich aus und hat den Kätzchen eine kleine Bleibe gebastelt und sie gefüttert. Und weil man (oder ich) nicht so oft Baby Kätzchen zu Gesicht bekomme, wollte ich die natürlich sehen und dann meinem Mann in den Ohren liegen, dass ich uuuuuunbedingt ein Kätzchen haben muss weil es von meinem Leben abhinge!

Gesagt getan, hier sind die entzückenden Wollknäule:
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Awwwwwww! ♡

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Ich habe natürlich dann meinem Mann auch wirklich die Ohren vollgeheult, aber nützt nichts – in unserer momentanen Situation ist sowas nicht drin und die meisten Wohnungen in Japan erlauben auch keine Tiere.

Aber meine Freundin hat mittlerweile alle Kätzchen vermitteln können und so haben sie ein neues Zuhause gefunden. Und die Mama wurde nun auch kastriert (sagt man das so bei Katzen?).

Happy End!

Bis in den nächsten Tagen! Habt ein schönes Wochenende!