sukiyaki

Winterspaziergang in Tokyo

Winter an sich ist ja eigentlich wirklich total ätzend und man möchte sich am liebsten einfach im Bett wie ein Burrito einrollen und nie wieder rauskommen..

In Tokyo jedoch ist im Winter meist Sonnenschein angesagt und da kann man dann auch mal eine Ausnahme machen und raus gehen (zumal es in den Papphäusern sowieso so kalt wie draussen ist.. aber das Thema hatten wir ja schon).

Letztens hatten wir aus Vietnam Besuch und haben uns mal ein wenig aufgerafft ein paar schöne Ecken Tokyos herzuzeigen. Wenn man Japanische Gärten mag, dann ist z.B. der Hamarikyu (浜離宮) nahe der Shinbashi Station (新橋駅) sehr schön. (Am Besten natürlich nicht im Winter, sondern im Frühling oder Herbst!)

Der Eintritt kostet ca. 500JPY und der Garten selbst ist riesig, hat einen See und ein Teehaus in dem man traditionellen Matcha Tee probieren kann.

Die ersten Pflaumenblüten habe ich auch schon entdeckt.
IMG_1420

Ein Pärchen hat Hochzeitsfotos im Garten machen lassen.
IMG_1421

Der Kontrast vom Garten und den umliegenden Hochhäusern ist sehr interessant. Der Garten fühlt sich an wie eine Art Oase in der Betonwüste..
IMG_1422

IMG_1425

IMG_1452

IMG_1454

Das Teehaus.
IMG_1456

IMG_1459

IMG_1461

IMG_1462

Ganz in der Nähe des Gartens ist auch dieses berühmte und mittlerweile etwas gealterte Design-Haus. All diese Würfel sind bzw. waren einzelne Apartments.
IMG_1483

Unser Weg führt uns weiter. Weiter bis nach Odaiba, der “Insel” auf der anderen Seite der Rainbow Bridge.
IMG_1487

(Ich hatte an dem Tag leider meine Kamera nicht mit, deswegen sind die Fotos leider nicht so schön.. Habe alles mit meinem iPhone6 geknipst.)
IMG_1500

Endlich habe ich auch mal den riesen Gundam besucht. Irgendwie gehen alle Touristen dort hin, jedoch war ich bisher nie dort. Jetzt aber!
IMG_1509

Für das Abendessen ging es zu einem eher exquisiten Restaurant in Shinjuku namens “Imahan” (今半) zum Sukiyaki Essen. Meinem Leibgericht!!
Hier die Gänge/Zutaten in der Reihenfolge:
1. Bohnen Gemüse an Gluten(?). Das kleine Gurkenstückchen hatte die Form eines Vögelchens.
IMG_1518

2. Chawanmushi – eine Art Eierstich welches in dem Gefäß selbst durch Dampf gegart wird.
IMG_1519

3. Dann das Sukiyaki mit bestem Fleish und Gemüse, Tofu etc.
Im Ernst! Das Rind! Ich bin fast vom Stuhl gefallen, so lecker war das. Ein Geschmacksunterschied von WELTEN zu normalem Billigfleisch aus Supermarkt oder den Restaurantketten.
IMG_1522

IMG_1521

IMG_1523
Das ganze wird in einer leckeren Soße leicht gebraten/geschmort und dann in rohes Ei gedippt und gegessen. Ich könnte mich da reinlegen!!

Ein paar Tage später bin ich mal wieder zum Frisör gestiefelt um meine Haare wieder zu schneiden und zu bleichen. Das Ergebnis dann im nächsten Post!

Peace out.
IMG_1558

IMG_1543

Geburtstagsdinner und Nachruf

Ja, ich bin im Moment wirklich im Verzug mit schreiben und komme nicht voran mit gar nichts..

Ich wollte doch eigentlich noch von dem Geburtstagsdinner erzählen:

Also ich wollte meine Lieblingsspeise すき焼き (sukiyaki) zum Geburtstag verköstigen und hatte eigentlich an irgendein Billig-Restaurant gedacht.

Es kam dann aber ganz anders, denn mein Mann zerrte mich in ein recht teures Restaurant in Shinjuku welches sich 今半 (imahan) nennt. Beim lesen der Karte wurde mir schon schwindlig.. Man hatte die Auswahl zwischen den Varianten (jou, tokujou und gojou – was bedeutet “besser als normal” “besonders gut” und “das Beste” [grob übersetzt.. Es soll also den Rang der Qualität/des Geschmackes beschreiben])

上 5,775 ¥  (ca. 56 €)

特上 7,875 ¥ (ca. 77 €)

極上 10,500 ¥ (ca. 100 €)

Der Preis ist natürlich nur pro Person. Für manche vielleicht nicht sehr teuer – für mich schon was ganz besonderes!! Also um den Vergleich zu testen haben wir 上 und 特上 bestellt. Also obere und noch höhere Stufe des Fleisches. Was der Unterschied sein soll, wollt ihr wissen?

Das wollten wir auch – und die nette Bedienung im Kimono flötete uns auf höflichstem Japanisch ins Ohr, dass der Fettgehalt des Fleisches mehr sei bei der teureren Version.

(Als kleine Info für diejenigen die jetzt mit dem zusammengezogenen Augenbrauen vor dem Monitor sitzen: In Japan gilt – je fettiger der Fisch/ das Fleisch ist, desto besser und leckerer ist dieses. In Deutschland wird glaube ich eher auf Fleisch mit wenig fett geachtet?!)

Nun ging es auch schon bald los mit der Vorspeise:
Yakiniku

Und nach dem Verzehr ging es auch gleich los mit dem Hauptgang “Sukiyaki”.
Yakiniku

Was das ist und wie man es verzehrt erklär’ ich gern.
Also in der Mitte des Tisches ist ein Pott oder Art Pfanne in welche Soße gegeben wird und danach hauchdünn geschnittenes Fleisch (meist Rind) zusammen mit Gemüse und Tofu gegeben und gekocht wird.
Anbei isst man Reis und in einer kleinen Schale wird ein rohes Ei verquirlt. In dieses Ei tunkt man dann das Fleisch und Gemüse, bevor man es sich zu Gemüte führt. Klingt ekelhaft ein rohes Ei zu essen, aber nachdem ich einmal probiert hatte war ich schon verfallen..

Yakiniku

Yakiniku

Yakiniku

Und wie toll Gemüse aussehen kann..
Yakiniku

Danach gab es noch Nachtisch und dann sind wir aus dem Geschäft gerollt. Wirklich ein krönender Abschluss. Und ich muss sagen ich war extremst überrascht, wie wahnsinnig lecker Fleisch doch schmecken kann. (Es ist ja sonst schon lecker genug!!) Aber hätte nie gedacht, dass es so viel ausmacht. Es war so weich und saftig, man hätte es fast mit der Zunge zerdrücken können, anstatt zu kauen. Wirklich lecker im Geschmack auch!

Was aber den Unterschied von “jou” und “tokujou” angeht, so ist dieser wirklich so minimal, dass es reicht den “unteren Rang” der teuren Fleischsorten zu bestellen!

Am Dienstag kam ich Abends wie gewohnt von der Arbeit zurück – und plötzlich – was mussten meine müden Augen sehen??
My Cake

24 Jahre +1 Tag – Kuchen! Wie toll war das denn? Ich war total aus dem Häuschen. Mein Mann meinte er fand den Kuchen doch wichtig und hatte sich schlecht gefühlt, weil er mir keinen (Kuchen) besorgt hatte.

Kuchen essen im Feierabend-Schlabberlook und hochgetüdelten Haaren. So siehts aus!